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Home Cycling Blog

Neue Verkehrsregeln in Spanien 2025: Das müssen Radfahrer und Autofahrer wissen

von Claude
2. Januar 2025
in Cycling Blog, Mallorca, Mit dem Rad im Ausland
Lesevergnügen: 3 Minuten
0
14
Neue Verkehrsregeln Spanien 1.1.2025 Radfahrer Überholen Helmpflicht

In Spanien, und damit auch auf Mallorca, sind zum 1. Januar 2025 wichtige Änderungen der Straßenverkehrsordnung in Kraft getreten, die sowohl Radfahrer als auch Autofahrer betreffen. Die neuen Regelungen zielen darauf ab, die Sicherheit von Radfahrern im Straßenverkehr zu erhöhen und klare Verhaltensregeln für alle Verkehrsteilnehmer zu schaffen.

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Ich habe die Änderungen aus verschiedenen Quellen gesammelt und hoffe damit ein korrektes Bild wiederzugeben. Ggf. sind die aufgelisteten Änderungen nicht komplett (oder schon länger gültig), doch für das Zusammentreffen von Auto- und Fahrradfahrern relevant.

Falls Du weitere Änderungen kennst, die mir nicht aufgefallen sind, freue ich mich über Deinen Kommentar. Selbiges gilt natürlich für Ergänzungen und Korrekturen. Danke.

Hinweis: Dieser Artikel basiert auf den zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbaren Informationen. Da sich Verkehrsregeln ändern können, sollte man sich vor Reiseantritt über die aktuell gültigen Bestimmungen zu informieren.

Neue Pflichten für Radfahrer

Sichtbarkeit und Schutzausrüstung

  • Das Tragen eines Fahrradhelms ist auch innerorts für alle Radfahrer verpflichtend. Selbiges gilt für E-Scooter-Fahrer.
  • Reflektierende Kleidung oder Warnwesten müssen bei Dunkelheit, schlechter Sicht und in Tunneln getragen werden.
  • Bei Gruppenfahrten dürfen maximal zwei Radfahrer nebeneinander fahren.
  • An Ampeln und Kreuzungen ist ein Mindestabstand von 2 Metern zum vorausfahrenden Fahrzeug einzuhalten.
  • Das Benutzen von Kopfhörern während der Fahrt ist grundsätzlich verboten.

Neue Pflichten für Autofahrer

Geschwindigkeitsregelungen

  • Die Höchstgeschwindigkeit, mit der ein Fahrzeug einen Radfahrer überholen darf, liegt 20 Stundenkilometer unter der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der betreffenden Straße.
  • Beim Überholen von Radfahrern gilt innerorts deshalb Tempo 30.
  • Auf Landstraßen muss die Geschwindigkeit beim Überholen auf maximal 70 km/h reduziert werden.

Überholvorschriften

  • Der Mindestabstand beim Überholen von Radfahrern beträgt weiterhin 1,5 Meter, doch das Überholen ist nur erlaubt, wenn die Gegenfahrbahn komplett eingesehen werden kann.
  • Bei unübersichtlichen Stellen oder Gegenverkehr muss hinter dem Radfahrer gewartet werden.

Weitere Regelungen

  • Autofahrer müssen in städtischen Gebieten einen Mindestsicherheitsabstand von 5 Metern einhalten, wenn sie hinter einem Radfahrer fahren.
  • An Kreuzungen müssen Autofahrer einen Mindestabstand von 3 Metern zu Radfahrern einhalten.
  • Das Hupen zum Warnen von Radfahrern ist nur in echten Gefahrensituationen erlaubt.

Fazit

Die neuen Regelungen stärken die Position der Radfahrer im spanischen Straßenverkehr deutlich. Gleichzeitig werden aber auch die Radfahrer stärker in die Pflicht genommen, durch ihre Ausrüstung und ihr Verhalten zu einem sicheren Miteinander beizutragen. Für Urlauber mit dem Rennrad in Spanien ist es wichtig, sich vor der Reise mit den neuen Vorschriften vertraut zu machen, um hohe Bußgelder zu vermeiden. Es drohen immerhin zwischen 200 und 1.000 EUR Bußgeld!

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Kommentare 14

  1. Klaus says:
    2 Jahren her

    Warnweste, reflektierende Kleidung im Tunnel? Klingt prinzipiell vernünftig. Wüsste nur ehrlich gesagt nicht wie ich das in der Praxis umsetzen sollte… Licht am Fahrrad (wie in Österreich) fände ich da einfacher. Wäre spannend, wie die Polizei reagiert, wenn man das dran und an hat, aber eben nichts reflektierendes… 1000 Dank auf jeden Fall für deine Sammlung!!!

    Reply
    • Jan says:
      2 Jahren her

      An einigen Kleidungsstücken und Rucksäcken sind wenige Quadratzentimeter große reflektierende Elemente verarbeitet. Da man in der neuen Verordnung nicht konkret geworden ist, wie groß die Reflektor-Flächen zu sein haben, genügt das für die Umsetzung möglicherweise schon.

      Reply
  2. JP says:
    2 Jahren her

    Keine Kopfhörer mehr auf dem Rad?
    –> Dürfen dann Autofahrer auch nur noch ohne Radio und mit offenen Fenstern Auto fahren?! Das ist absurd. Autos sollten auch einen Transparenzmodus haben, wie Kopfhörer auch oder die Scheiben müssen runter! Damit sie das Klingeln von Radfahrern oder das Rufen von Fußgängern stets wahrnehmen können!

    Reply
    • Klaus says:
      2 Jahren her

      Scheiben runter? Find ich gut. Dann kann ich den geilen Sound von meinem tiefer gelegten 700 PS SUV mit Sportauspuff besser genießen. Danke für den Tipp 😂

      Reply
    • Anonym says:
      2 Jahren her

      Kopfhörer sind für Autofahrer auch verboten

      Reply
  3. Jörg Hollnagel says:
    2 Jahren her

    Hallo!
    Kopfhörer im Ohr, hmmmm ich hab immer im rechten Ohr ein Kopfhöhrer, höre Komoot und nur mir bekannte Musikalben, höre dabei die hintermir tuckelnde nicht überholende Autos !

    Reply
    • Claude says:
      2 Jahren her

      Das wird der Polizei egal sein, falls Du angehalten wirst. Aber wie gesagt, falls Du angehalten wirst. Mir ist das noch nie passiert.
      Mein Vorteil dürfte sein, dass ich die allermeiste Zeit mit meinen Shokz Musik und Podcasts höre. Die sitzen vor den Ohren, nicht drin, nicht drauf.

      Reply
  4. Siegfried Perini says:
    2 Jahren her

    Das größte Problem sind Handys und die Unkenntnis von Verkehrsregeln. Das macht Fahren mit dem Fahrrad in Kreiseln, an Kreuzungen und in Wohngebieten weiterhin zu einer Gefahr. Ich fahre immer so, dass ich mein Umfeld, auch nach hinten im Blick habe und darauf achte, dass ich wegen Fehler anderer Verkehrsteilnehmer nicht noch einmal überfahren werde.

    Reply
  5. Rico Ostler says:
    2 Jahren her

    Ein größeres Problem ist die absolute Unverschämtheit / vieler Radfahrer. In Gruppen fahren diese zum Teil in 4er Gruppen neben einander. Diese gewissenlosen und höchst arroganten Verkehrsteilnehmer nehmen sich alle Rechte, welche sie gar nicht haben, heraus. Sie scheren sich einen Dreck ob zB. der Bus seinen Fahrplan einhalten kann. Und wer sich als 4Rad Teilnehmer zu erkennen gibt, sieht den Stinkefinger. Im Kreisel benutzen rücksichtslosen alle verfügbaren Spuren. Nicht einmal beim überqueren eines Fussgängerstreifens, das Wort sagt ja schon alles, steigen die von ihrem Drahtesel ab. Woher nehmen diese unerzogenen Rüpeln sich das Recht heraus, so am öffentlichen Verkehr teilzunehmen. Beim Bergabfahren kommen diese ungehobelten Rowdies auf 60 – 80 Std km/h. Und das nicht immer auf ihrer Seite. Es gibt auf Gran Canaria sogar Strecken, welche für Radfahrer, wegen dem schlechten Zustand der Straße, verboten sind. Interessiert aber keinen der hirnlosen Helmträgern. Es gab schon etliche Unfälle, bei denen der Auto- oder Busfahrer bestraft worden ist, obwohl er sich absolut korrekt verhalten hat. Also, gleiches Recht für alle. Nicht nur die Verkehrsteilnehmer auf 4 Räder fahren anständig, sondern auch die lästigen auf 2 Rädern.
    Also, ihre Radfahrer, die 4rädrigen passen auf und eure verdammte Pflicht ist es, dies auch zu tun.
    In diesem Sinne, allseits gute Fahrt.

    Reply
    • M.Hafner says:
      1 Jahr her

      War gerade 14Tage in Gran Canaria auch beim Radeln, würde mir auch in Deutschland wünschen wieviel Rücksicht spanische Autofahrer nehmen, ohne Hass und Aggressivität gegenüber Radlern.
      In Deutschland ist die Wahrnehmung, Akzeptanz und Miteinander noch in weiter Ferne . Der Beweis liefert der Kommentar von Rico.
      Auch scheint mir die Polizei bei uns das Fehlverhalten von Radlern sowie Autofahren weitgehend zu ignorieren.
      Ganz anders in Spanien oder Italien.
      In der Hoffnung auf ein besseres Verhalten und Rücksichtnahme von beiden Seiten in Zukunft ,
      Allgäufreund Radler und Autofahrer

      Reply
      • Mario says:
        1 Jahr her

        Deutschland ist ein Land der Egomanen geworden. Jeder schaut nur noch nach seinem Vorteil und ist dabei der absolut festen Überzeugung, dass er nur seine demokratischen Grundrechte auslebt. Und jeder, welcher ihm sagt, dass er auf dem Holzweg ist, wird aggressiv attackiert, egal wie „bescheuert“ er sich in dem Moment auch verhält. Leider haben diese Menschen keine Ahnung was Demokratie heißt. Artikel 2 des Grundgesetzes haben sie vermutlich noch nie gehört „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“ Aber hey, Lügenpresse schreien ist auch echt einfacher…

        Reply
    • Peter Schneider says:
      3 Monaten her

      Hallo Rico,

      puh, da hat aber jemand massiven Blutdruck im Cockpit! Aber man sollte die Hupe nicht lauter betätigen als das eigene Gehirn: Vieles von dem, was du hier als „Arroganz“ und „Rücksichtslosigkeit“ zusammenbeleidigst, ist in Spanien schlichtweg vorgeschriebenes Gesetz. Wer im Glashaus der absoluten Ahnungslosigkeit sitzt, sollte im Straßenverkehr nicht so wild um sich schlagen.

      Ein kleiner, schmerzhafter Realitätscheck für dich:

      Der Kreisel: Wenn eine Radgruppe in einen spanischen Kreisverkehr einfährt, gilt sie ab dem ersten Fahrer rechtlich als ein einziges, zusammenhängendes Fahrzeug (Art. 64 Ley de Tráfico). Sobald der Erste drin ist, hast du als Autofahrer Sendepause und musst warten, bis der Letzte durch ist. Dass sie die Spuren nutzen, ist legal. Deine Wut darüber ist einfach nur Unwissenheit.

      Die Spurwahl: Radfahrer dürfen in Spanien völlig legal in Zweierreihen fahren. Und innerorts dürfen sie die Mitte der Spur blockieren, um sich vor rücksichtslosen Autofahrern wie dir zu schützen. Ein Busfahrplan bricht kein Verkehrsrecht – Leben geht vor Fahrplan.

      Die Abfahrt: Auf Gefällestrecken erlaubt die DGT den Radlern ausdrücklich, das 45-km/h-Limit für Fahrräder zu überschreiten. Wenn dir 60 km/h zu schnell sind, fahr halt rechts ran.

      Natürlich rechtfertigt das keine Stinkefinger. Aber wer schwächere Verkehrsteilnehmer als „lästig“ und „hirnlos“ betitelt, weil er die Verkehrsregeln des Landes nicht kapiert, in dem er unterwegs ist, sollte das Lenkrad vielleicht lieber abgeben. Spanien schützt Radfahrer konsequent – gewöhn dich dran oder nimm die Bahn.

      (Und noch ein kleiner, sachlicher Gruß an die Redaktion bzw. Claude: Toller Artikel, aber bei der Helmpflicht innerorts habt ihr euch vertan. Der Ministerrat hat am 23. Juni 2026 die neue DGT-Reform beschlossen (wirksam ab 1. Oktober 2026). Eine Helmpflicht in der Stadt gibt es weiterhin nur für unter 16-Jährige und gewerbliche Lieferdienste. Für private erwachsene Radler bleibt es innerorts freiwillig – auch wenn Google mich mit der falschen Info erst auf diese Seite gelockt hat!)

      In diesem Sinne, Rico: Gang rausnehmen, tief durchatmen und erst das Gesetzbuch lesen, bevor du das Gaspedal drückst.

      Reply
  6. Hein Mück says:
    1 Jahr her

    Danke für den Hinweis. Ich bin als digitaler Nomade seit Jahren jeden Winter in Spanien. Spanien ist mit riesigem Abstand das beste Land für Radfahrer in Europa. Zumindest wenn man nicht in ganz so touristischen Regionen unterwegs ist und es im Straßenverkehr nur mit Einheimischen zu tun hat. Manchmal ist es einem schon unangenehm, wenn die Autofahrer nicht überholen. Das krasse Gegenteil zu Deutschland, NL, baltischen Ländern und besonders auch Rumänien, die geprägt von vielen Egoisten sind, die der Meinung sind, die Straßen sind nur für sie persönlich gebaut.

    Das Fahren ohne Helm ausserhalb geschlossener Ortschaften galt auch früher schon in Spanien, (ich glaube auch Reflektoren und Licht im Tunnel).

    Reply
  7. Werner Weigand says:
    1 Jahr her

    M.W. gilt in Spanien ohnehin Tempo 30 in geschlossenen Ortschaften, wenn nicht anders angezeigt.

    Reply

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