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24.10.2025
Die Oakley Meta „AI Glass“ ist am Start. Eine smarte Brille, die – obwohl sie kein Display aufweist – von DC Rainmaker gelobt wird. Fein.
Ich finde, dass Ray die Brille nicht sonderlich gut steht. Mich stört an der Brille aber nicht nur das Aussehen.
Mit dem Ding kann man überall relativ unauffällig Videos aufnehmen. Das bereitet mir Bauchschmerzen. Datenschutz adé? Die LED, die den Aufnahmestatus anzeigt, ist offenbar bei Gegenlicht schlecht zu sehen. Bei reinen Sprachaufnahmen leuchtet sie nicht. Doch die Allermeisten würden sich nicht mal von der LED gewarnt fühlen, weil sie die Funktion der Brille nicht kennen.
Was sagt der Bundesbeauftragte für Datenschutz dazu? -> Für mich zu wenig.
Und du?

22.10.2025
Heute war wieder der Tag der Tage. Anmeldung für die Vätternrundan. Am 12. Juni 2026 werde ich um 20:30 Uhr an den Start gehen. Ich freue mich drauf!
Früher musste man am Anmeldetag um 19 Uhr seine Voranmeldenummer in Sekundenschnelle in das Formular eingeben. Sonst war man nicht dabei. Seit Corona wird aber die höchstmögliche Teilnehmerzahl nicht mehr erreicht. 15.000 Leute wird es aber auch 2026 wieder geben. Dieses Jahr kamen mehr als 2.000 Menschen aus Deutschland.

21.10.2025
Auf Wunsch habe ich die Google-Werbung abgestellt. Dafür habe ich auf der ersten Seite jetzt folgenden Text gepostet. Ob es was bringt? Wie stehst Du zum Kauf über Affiliate-Links?
Freie Fahrt ohne Werbe-Ballast! 🚴
Keine blinkenden Banner, keine nervigen Pop-ups – nur purer Fahrrad-Content.
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1. Teilen macht schneller: Hat dir ein Artikel gefallen? Oder mehr Insights gebracht? Dann teil den Content mit deiner Truppe – ob in der WhatsApp-Gruppe, auf Strava oder klassisch bei Facebook. Mehr Reichweite, mehr Interaktion = mehr Motivation für neue Artikel!
2. Follow me – für die tägliche Dosis: Auf YouTube, Instagram und TikTok (@CyclingClaude) gibt’s den schnellen Kick zwischendurch, also vieles, was im kurzen Reel-Format perfekt funktioniert, aber hier im Blog untergehen würde. Ein Follow, Like oder Kommentar pusht die Sichtbarkeit enorm – und je mehr Leute interagieren, desto mehr coolen Content kann ich produzieren!
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Ride on & Danke für den Support!
20.10.2025
Dooring: Warum Radfahrer den Preis für fehlende Rücksicht zahlen
Vor wenigen Tagen ging die traurige Nachricht durch die Medien: Die Schauspielerin Wanda Perdelwitz ist nach einem Dooring-Unfall verstorben. Wieder einmal. Wieder ein vermeidbarer Tod. Wieder die gleichen Empfehlungen: der holländische Griff, mehr Aufmerksamkeit, Schulterblick nicht vergessen.
Aber lasst uns ehrlich sein: Das kann nicht alles sein.
Die erschreckenden Zahlen
Ich habe ein wenig recherchiert und war erstaunt.
Die Statistiken zeigen: Dooring ist ein massives, aber unterschätztes Problem. Laut einer Auswertung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) sterben in Deutschland durchschnittlich drei Radfahrer pro Jahr durch Dooring-Unfälle [1]. Das klingt nach wenig? Jeder einzelne dieser Todesfälle wäre vermeidbar gewesen.
Schauen wir uns die Gesamtsituation an: Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) stellte in einer Studie von 2020 fest, dass 18 Prozent aller Unfälle mit verletzten Radfahrern und Fußgängern im Zusammenhang mit parkenden Autos stehen – und Dooring ist dabei die Hauptursache [2].
Konkret bedeutet das: Bei etwa jedem 14. Unfall zwischen Auto und Radfahrer (das sind 7 Prozent) kollidiert der Radfahrer mit einer sich öffnenden Tür. Von diesen Dooring-Unfällen endet jeder fünfte mit schweren Verletzungen – meist Kopf- und Beinverletzungen [3].
Allein in Köln gab es 2024 insgesamt 120 Dooring-Unfälle [2], und das ist nur eine Stadt. In innerstädtischen Gebieten sind über die Hälfte (52 Prozent) aller Unfälle im Zusammenhang mit parkenden Fahrzeugen auf Dooring zurückzuführen [2].
Quellen: [1] Utopia.de, Auswertung ADFC 2013-2022 [2] ZDF, Unfallforschung der Versicherer (UDV) 2020 [3] Wikipedia/Fahrradunfall, Studie UDV
Das Dilemma auf zwei Rädern
Hier kommt das eigentliche Problem: Wir Radfahrer kennen die Gefahr. Wir wissen, dass wir mindestens einen Meter, besser 1,50 Meter Abstand zu parkenden Autos halten sollten. Aber was passiert, wenn wir das tun?
Wir werden angehupt. Eng überholt. Angemeckert. „Fahr gefälligst ganz rechts!“ Autofahrer fühlen sich behindert, wenn wir nicht in der Dooring-Zone fahren, „wo wir hingehören“ – nämlich an den äußeren Rand. Aber genau dort ist es gefährlich. Ich fahre nicht am rechten Rand und erzeuge Konflikte, weil ich mich schützen will.
Ein aufschlussreicher Vergleich
Und jetzt die interessante Frage: Wie oft hört man von Dooring-Unfällen, bei denen ein fahrendes Auto in eine sich öffnende Tür kracht? Praktisch nie. Warum nicht?
- Fahrende Autos halten automatisch Abstand zu parkenden Fahrzeugen – niemand hupt sie deswegen an oder beschwert sich
- Autofahrer achten beim Aussteigen viel eher auf vorbeifahrende Autos als auf Radfahrer
- Autos sind größer, sichtbarer, lauter – sie werden schlicht nicht übersehen
- Autos fahren schneller und haben oft mehr Reaktionszeit, weil sie nicht gezwungen sind, direkt an parkenden Fahrzeugen entlangzufahren
Das ist der Kern des Problems: Was für Autos selbstverständlich ist – ausreichend Abstand zu parkenden Fahrzeugen – wird Radfahrern zum Vorwurf gemacht.
Was wirklich helfen würde
Der holländische Griff ist nett. Aufklärung ist wichtig. Aber solange Autofahrer nicht verstehen, dass Radfahrer aus gutem Grund nicht ganz rechts am Rand fahren, ändert sich nichts. Solange die Infrastruktur Radfahrer in die Dooring-Zone zwingt und gleichzeitig erwartet, dass sie dort bleiben, wo es gefährlich ist, ist das System das Problem.
Radfahrer brauchen:
- Breite Radstreifen mit Sicherheitsabstand zu parkenden Autos (mindestens 75 cm Puffer)
- Akzeptanz dafür, dass wir Abstand halten müssen – ohne dafür angehupt zu werden
- Eine Infrastruktur, die uns nicht zwingt, zwischen Dooringgefahr und Anhupen zu wählen
- Bewusstsein bei Autofahrern, dass wir genauso viel Recht auf Sicherheit haben wie sie
Eure Erfahrungen
Jetzt seid ihr dran: Habt ihr schon einmal eine Dooring-Situation erlebt? Seid ihr knapp einer sich öffnenden Tür entkommen? Wurdet ihr angehupt, weil ihr Sicherheitsabstand gehalten habt? Oder seid ihr sogar schon mit einer Autotür kollidiert?
Teilt eure Geschichten in den Kommentaren. Je mehr wir über diese alltägliche Gefahr sprechen, desto schwerer wird es, sie zu ignorieren.
Hier noch ein kleines Video von Cycliq, den Machern von Fahrraddashcams:
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Hallo Claude, alles sehr, sehr richtig. Habe selbst bislang nach mehr als 30 Jahren Radfahren in der Großstadt immer bislang grosses Glück und einen Schutzengel gehabt. Vor Jahren habe ich in einer Kleinstadt außerhalb von Frankfurt Erste Hilfe bei einem Dooring-Unfall geleistet, bei dem die beteiligte Radfahrerin einen mehrfachen Beckenbruch erlitten hatte, der erst nach Monaten verheilt war.