Der Blog-im-Blog
Meine Gedanken – random – im Laufe dieses Monats.
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7.7.2026
Konkurrierende Hobbies
Mein Hobby Nr. 1 ist klar: Rennradfahren, am liebsten bei knackigem Sonnenschein. Hobby Nr. 2 fährt auf vier Rädern und hat zwei Namen: Claudette, meine quicklebendige Quatrelle-Dame, gerade mal 36 Jahre jung – und Monsieur Claude, ein Fourgonette 4F4, die kurze Kastenwagen-Variante des R4, mit 43 Jahren etwas reifer. Beide bewege ich nur bei Trockenheit. Sprich: Ist das Wetter gut, heißt es Rennrad ODER R4. Nie beides. Bisher jedenfalls.
Diese Woche geht das plötzlich doch. Am kommenden Wochenende, 10. bis 12. Juli, treffen sich in Dorfprozelten direkt am Main-Radweg über 200 Fahrzeuge des R4-Clubs Deutschland. Anlass: Renault brachte den R4 1961 auf den Markt – wir feiern also 65 Jahre R4! Meine beiden Franzosen sind natürlich mit dabei.
Und ehrlich, es lohnt sich vorbeizuschauen. Abends wird zünftig gefeiert, mit Musik, Essen und Getränken. Tagsüber gibt’s die R4 der Mitglieder zu bestaunen – und noch einiges mehr. Wer also in der Nähe wohnt und Lust hat, über den Main-Radweg vorbeizuradeln: Die Einladung ist raus!
Um die Fahrzeuge zu bringen, musste heute schon mal Claudette nach Dorfprozelten – und ich mit dem Rennrad zurück. 83 km, böiger Gegenwind, keine Gnade, schön geballert. Kurz vor 22 Uhr war ich zuhause, die letzten Kilometer durfte die Lupine SL AF Licht geben. Übermorgen, Donnerstag, dasselbe Spiel mit Monsieur Claude. Vorher wird der aber ordentlich geputzt – der Staub aus der Tiefgarage muss runter, bevor er sich in der Öffentlichkeit zeigen darf.



Freitag reise ich dann standesgemäß mit Ford und Wohnwagen zum Treffen nach. Sonntagabend hole ich den ersten R4 zurück, Montag oder Dienstag den zweiten. Macht 4 x 83 km – endlich wieder richtig viel Rennrad, und das ganz automatisch.
Apropos Vorrang: Letztes Wochenende hatte übrigens klar Claudette Priorität. Mit Luisa ging’s ins Elsass, nach Straßburg und zu meinen Cousinen väterlicherseits, und über die Pfalz zurück. Wenig Sport, viel Essen – für die Waage nicht ideal, für die Laune umso besser. Mit der Quatrelle durchs Elsass zu cruisen, macht einfach Spaß.



2.7.2026
Fußball-WM: Wir sind raus
Die Fußball-WM ist für uns gelaufen – Deutschland ist raus. Menschlich schade, für mich als Radfahrer aber auch eine kleine Befreiung: Jetzt kann ich mich endlich wieder ungestört der schönsten Nebensache der Welt widmen, dem Radfahren.




Bei mir ist genau das leider seit der Vätternrundan Mitte Juni ziemlich zu kurz gekommen. Ich kam mit einer Blasenentzündung von der Strecke zurück, die mir schon während des Radmarathons enorm zu schaffen gemacht hatte (der ausführliche Rennbericht folgt hier im Blog). Kaum war die einigermaßen auskuriert, kam die nächste Hürde: die extreme Hitze der vergangenen Wochen – und mit ihr die Eurobike.
Eurobike 2026
Zwei Nachmittage war ich dieses Jahr auf der Eurobike – der letzten ihrer Art, wie sich für mich zunehmend abzeichnet. Warum ich das so hart formuliere? Die Messe ist für mich ein totgerittenes Pferd, und die Ausgabe 2026 war mehr als traurig.
Klar, auf Social Media machte mancher Influencer den Kasper und berichtete euphorisch von tollen Neuheiten chinesischer Hersteller. Und ja, in Maßen gab es davon tatsächlich etwas zu sehen – aber eben nur, weil die meisten etablierten europäischen Marken schlicht fehlten. Für mich ein weiteres Zeichen, dass die Eurobike ihre beste Zeit längst hinter sich hat.





Das neue Vello Via+
Ganz umsonst war der Messebesuch aber nicht – zumindest für mich. Vello hat auf der Eurobike das neue Via+ gezeigt. Eigentlich hätte ich es schon vor dem offiziellen Produktlaunch testen dürfen, war zu dem Zeitpunkt aber in Schweden unterwegs. Also musste es andersherum laufen: Mein Testrad habe ich mir am letzten Messetag direkt in den Kofferraum gepackt. Für alle anderen: Derzeit gibt es einen günstigen Einführungspreis, mit dem das Vello Via+ mit 10-Gang Kettenschaltung unter 3.000 EUR bleibt!
Eigentlich ist das Via+ das bekannte Vello Faltrad – jetzt aber mit dem neuen Bosch-Hinterradmotor (Bosch Hub Line), der auf den ersten Kilometern schon einen richtig guten Eindruck macht.
Weitere Neuerung: Alle Stahlrahmen von Vello sind zukünftig aus Columbus-Rohren geschweißt.
Zuhause fahren Luisa und ich seit drei Jahren zwei sehr interessante Vello Bike+ mit Zehus-Antrieb im Hinterrad (meinen Testbericht dazu findest du hier im Blog). Mit dem Bosch-Motor wird das Vello nun zum vollwertigen E-Bike für wirklich jeden Nutzungsfall – wobei ich die Rekuperationsmöglichkeiten des Bike+ und die damit verbundene „Gamification“ samt Trainingsmöglichkeit beim Via+ ein kleines bisschen vermisse. Aber ich bin ja auch nicht der typische E-Bike-Fahrer.
Unterm Strich: Mit dem Bosch-Motor ist das Vello jetzt erwachsen geworden. Dafür ist jetzt auch der Akku sichtbar, der beim Bike+ dezent in der Antriebsnabe steckt. Viel mehr zum Via+ gibt es für alle Interessierten in den kommenden Monaten hier im Blog und auf den Social-Media-Kanälen von CyclingClaude.

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