Auf der Cyclingworld in Düsseldorf passiert mir das manchmal: Ich laufe tagelang an einem Stand vorbei – und entdecke ihn erst, wenn mich eine Brille aufhält. So war es bei Sehwelt Eller. Sertac trägt eine Sportbrille mit direkt eingefräster Gleitsichtstärke auf der Nase. Keine Clips, kein Einsatz, kein Kompromiss. Das sah cool aus. Ich musste ihn ansprechen.
Sertac ist Sportoptiker aus Leidenschaft – seit fast 20 Jahren spezialisiert auf genau dieses Nischenthema. Und er weiß, wovon er redet: als ehemaliger Ausdauersportler kennt er die Anforderungen von beiden Seiten der Brille.
Im Gespräch haben wir alles besprochen, was Radsportler mit Fehlsichtigkeit bewegt: Warum Kontaktlinsen zwar oft die erste Wahl sind, aber nicht immer die beste. Wie die Direktverglasung in einer Monoscheibe funktioniert – und wo ihre Grenzen liegen (Spoiler: bei ±6 Dioptrien und bis zu 4 Dioptrien Hornhautverkrümmung ist heute fast alles möglich). Welche Hersteller er nach langer Testphase empfiehlt und warum. Und eine Erkenntnis, die mich selbst überrascht hat: Für Nachtfahrten ist ein klares Glas nicht unbedingt die beste Wahl.
Außerdem: Welche Tönung für den Alltagsradler wirklich Sinn ergibt, warum gelbe Gläser nicht nur für alte Herren sind – und wie kratzempfindlich verspiegelte Sportgläser wirklich sind.
Das Gespräch gibt’s jetzt als Video. Schaut rein – gerade wenn ihr mit Sehstärke fahrt und euch bisher mit Kompromissen beholfen habt.
Jetzt seid ihr dran: Fehlsichtig auf dem Rad – und wie löst ihr das? Kontaktlinsen, die beim Sprint brennen? Ein Clip-In, der bei Regen beschlägt? Oder habt ihr schon eine Direktverglasung auf der Nase und wollt nie mehr zurück? Schreibt es in die Kommentare – ich lese jeden Beitrag!
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