Warum ausgerechnet jetzt?
Viele Teilnehmer unserer Bauchfett-Challgenge, bzw. „Abnehmen mit Claude“ berichten in den ersten 4 bis 5 Wochen von Erkältungen oder dem Gefühl, „angeschlagen“ zu sein. Das verunsichert und wirft die Frage auf: Schwächt die Claude-Methode mein Immunsystem?
Die kurze Antwort: Nein, das Programm schwächt dein Immunsystem nicht. Aber drei Faktoren kommen ungünstig zusammen:
Der Timing-Faktor: Beginnt man mit Phase 1 der Claude-Methode am 1. Januar, ist man mitten in der Erkältungs- und Grippesaison. Die Viruslast in der Umgebung ist maximal. Öffentliche Verkehrsmittel, Büros, Fitnessstudios – überall zirkulieren Erkältungsviren. Wer Kinder in Kita oder Schule hat, kennt das Phänomen: Die Kleinen bringen im Januar/Februar praktisch im Wochenrhythmus neue Viren nach Hause.
Die Adaptionsphase: Dein Körper stellt sich auf neue Routinen ein. Intervallfasten statt drei Mahlzeiten täglich. Morgendliches Training auf nüchternen Magen statt gemütlichem Frühstück. Veränderte Essenszeiten, neue Lebensmittel, andere Trainingsbelastungen. Diese Umstellung ist metabolischer Stress – nicht negativ, aber eben Stress. Der Körper investiert Energie in die Anpassung, und diese Energie fehlt vorübergehend an anderer Stelle.
Das Kaloriendefizit: 700 kcal tägliches Defizit bedeuten, dass dein Körper mit weniger Energie arbeiten muss als gewohnt. Er priorisiert dann: Überlebenswichtige Funktionen (Atmung, Herzschlag, Gehirn) laufen unverändert weiter. Weniger kritische Systeme werden heruntergefahren. Das Immunsystem gehört zu den Bereichen, die bei Energiemangel reduziert werden können – allerdings erst bei deutlich höheren Defiziten.
Die Kombination dieser drei Faktoren erklärt die erhöhte Anfälligkeit in den ersten Wochen. Das Gute: Ab Woche 3-4 ist die Adaptionsphase meist überstanden, und die Infektanfälligkeit normalisiert sich wieder.
Vorbeugende Maßnahmen – so schützt du dich aktiv
Vitamin D3 gezielt einsetzen
Im Winter ist die körpereigene Produktion durch Sonnenlicht praktisch Null. Gleichzeitig ist Vitamin D zentral für die Immunabwehr. Dosierung: Mindestens 4000 IE täglich. Bei bekanntem Mangel (sollte ärztlich überprüft werden) auch deutlich mehr. Kombination mit Vitamin K2 (200 µg) verbessert die Verwertung.
Ich nutze folgendes Produkt von Alsani, weil Qualität und Preis stimmen.
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- Vitamin D3-Dosierung: 2000 I.E. (50 µg) pro 2 Tropfen ist eine solide Grunddosierung. Du kannst individuell anpassen – bei 80 kg Körpergewicht wären nach der „1 Tropfen pro 10 kg“-Regel 4 Tropfen (4000 I.E.) täglich sinnvoll. Ich nehme 4 Tropfen, meine Frau 3.
- K2 MK-7 in Premium-Qualität: Das bioaktive all-trans K2 von Kappa (K2VITAL®) ist wichtig für die Calciumsteuerung – landet in den Knochen statt in den Arterien
- Vitamin A: Gerade für die Schleimhäute und das Immunsystem wertvoll, besonders in Phase 1 mit höherem Kaloriendefizit
- Vitamin E: Zusätzlicher Zellschutz gegen oxidativen Stress
- Preis-Leistung: 32,80 € für ca. 900 Tropfen = sehr ergiebig
- Einfache Dosierung: Pipette macht individuelle Anpassung möglich
Schlaf ist nicht verhandelbar
In Phase 1 sind 7-8 Stunden Schlaf das Minimum. Schlafmangel ist der schnellste Weg zu einem geschwächten Immunsystem. Innerhalb von 24 Stunden Schlafentzug sinkt die Aktivität der natürlichen Killerzellen (wichtig für Virenabwehr) um bis zu 70%.
Wichtiger als die Dauer ist die Qualität:
- Schlafzimmer abdunkeln (notfalls Schlafmaske)
- Raumtemperatur bei 16-18°C
- Feste Schlafenszeiten, auch am Wochenende
- Keine Bildschirme 1 Stunde vor dem Schlafen
- Bei Schlafproblemen: Magnesium (nehme ich sowieso) vor dem Schlafengehen
Wer Schnarcher ist oder morgens unausgeschlafen aufwacht: Eventuell Schlafapnoe abklären lassen. Meine eigene CPAP-Therapie hat meine Schlafqualität und damit auch meine Infektresistenz massiv verbessert.
Training intelligent dosieren
Das größte Missverständnis: „Mehr Training = besser fürs Immunsystem.“ Stimmt nicht. Moderates Training stärkt die Abwehr, intensives Training schwächt sie vorübergehend.
In Phase 1 gilt:
- GA1/Recovery-Zone strikt einhalten
- Keine „schnellen“ Einheiten, auch wenn du dich gut fühlst
- Bei Müdigkeit oder erstem Kratzen im Hals: Sofort Pausentag einlegen
- Krafttraining beibehalten – das unterstützt den Stoffwechsel ohne das Immunsystem zu belasten
Nach intensivem Training (das in Phase 1 nicht vorkommt) gibt es ein „Open Window“ von 3-24 Stunden, in dem die Immunabwehr geschwächt ist. In dieser Zeit steckst du dich leichter an. Deshalb: In der Virensaison keine harten Intervalle.
Hygiene-Basics (banal, aber extrem wirksam)
Die meisten Erkältungsviren werden nicht über die Luft, sondern über die Hände übertragen. Die Sequenz: Du fasst eine kontaminierte Oberfläche (Türklinke, Haltestange im Bus, Tastatur im Büro) an. Dann fasst du dir ins Gesicht (Nase, Augen, Mund). Der Virus dringt über die Schleimhäute ein.
Einfache, aber effektive Maßnahmen:
- Regelmäßig Hände waschen, besonders nach öffentlichen Verkehrsmitteln, vor dem Essen, nach Kontakt mit offensichtlich Erkrankten
- Nicht ins Gesicht fassen mit ungewaschenen Händen (schwierig, aber trainierbar)
- Wenn die Kinder krank sind: Nicht aus deren Gläsern/Besteck nutzen, häufiger Hände waschen
- Im Fitnessstudio: Geräte vor Nutzung abwischen, nach dem Training Hände waschen bevor du dir ins Gesicht fasst
Klingt selbstverständlich, wird aber genau dann vergessen, wenn es darauf ankommt.
Wenn die Erkältung da ist – richtiges Krisenmanagement
Frühe Warnsignale ernst nehmen
Die ersten 24 Stunden entscheiden. Warnsignale:
- Kratzen im Hals
- Ungewohnte Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf
- Leicht erhöhte Temperatur (unter 38°C)
- Frösteln
- Kopfdruck
Jetzt sofort reagieren – nicht abwarten:
Sofortmaßnahmen
Defizit reduzieren: Von 700 kcal auf 300-500 kcal. Dein Körper braucht Energie für die Immunabwehr. Das ist wichtiger als maximaler Gewichtsverlust. Konkret: 200-400 kcal mehr essen als geplant. Fokus auf proteinreiche, nährstoffreiche Lebensmittel.
Training pausieren: Komplett. Auch wenn du dich „noch gut genug“ fühlst. Maximal ein lockerer 30-Minuten-Spaziergang an der frischen Luft. Kein nüchtern Training – dein Körper braucht verfügbare Energie.
Schlaf maximieren: Jede zusätzliche Stunde hilft. 9+ Stunden sind ideal. Tagsüber hinlegen wenn möglich.
Ernährung während der Erkältung
Proteinzufuhr beibehalten: Immunzellen bestehen aus Protein. 1,8g pro kg Zielgewicht bleiben wichtig.
Gewürzquark 2.0 nutzen: Die Gewürze (Kurkuma, Ingwer, Zimt) wirken antientzündlich. Jetzt zeigt sich der therapeutische Nutzen über die Sättigung hinaus.
Warme, nährstoffreiche Mahlzeiten: Hühnersuppe ist nicht nur Großmutters Mythos. Die Kombination aus Flüssigkeit, Wärme, Elektrolyten und Protein unterstützt nachweislich die Genesung.
Viel trinken: Kräutertees (Salbei, Thymian, Ingwer), heiße Zitrone, Wasser. Die Menge orientiert sich am Durst und hellgelbem Urin. Trockene Schleimhäute sind anfälliger für Viruseintritt.
Wann du wieder trainieren kannst
Eine einfache Regel hilft bei der Entscheidung:
Symptome nur oberhalb des Halses (verstopfte Nase, Niesen, leichtes Kratzen): Sehr leichtes Training ist denkbar. Aber: Auch hier gilt in Phase 1 – lieber einen Tag mehr Pause als einen zu wenig.
Symptome unterhalb des Halses (Husten, Gliederschmerzen, Fieber ab 38°C, allgemeine Mattigkeit): Absolute Trainingspause. Keine Diskussion.
Stufenweise Wiederaufnahme des Trainings
Tag 1 ohne Symptome: Noch komplette Pause. Der Körper ist noch geschwächt, auch wenn du dich besser fühlst.
Tag 2 ohne Symptome: Lockeres GA1-Training (untere Grenze), halbe normale Dauer. Also statt 60 Minuten nur 30 Minuten.
Wichtig: Bei Rückfall (neue Symptome) sofort wieder pausieren und von vorne beginnen.
Krafttraining während/nach Erkältung
Während akuter Symptome: Komplette Pause.
Nach Symptomfreiheit: Noch 2-3 Tage warten bevor du ins Krafttraining zurückkehrst. Beim ersten Mal reduzierte Gewichte (70% vom Üblichen), volle Wiederholungszahlen. Beobachte die Regeneration in den folgenden 24 Stunden. Wenn alles gut läuft: Nächstes Training wieder normale Gewichte.
Die Wahrheit: Keine Heldentaten
Der typische Fehler: „Ich fühle mich noch ganz okay, ich trainiere einfach ein bisschen lockerer weiter.“ Das funktioniert selten. Aus einem leichten Kratzen wird eine ausgewachsene Erkältung, aus 5 Tagen Pause werden 3 Wochen Ausfall.
Die Rechnung ist eindeutig:
- Sofort pausieren bei ersten Anzeichen: 5-7 Tage Ausfall
- „Durchbeißen“ und dann richtig krank werden: 2-3 Wochen Ausfall plus Risiko für Folgeerkrankungen (Bronchitis, Sinusitis)
Was verlierst du in 7 Tagen mit reduziertem Defizit (500 statt 700 kcal)? Etwa 200 Gramm zusätzlichen Gewichtsverlust. Was gewinnst du? Schnelle Genesung und Fortsetzung des Programms ohne längeren Unterbruch.
Für häufig Erkrankte – weitere Maßnahmen
Wenn du in Phase 1 mehrfach erkältet warst oder generell anfällig bist:
Vitamin D-Status checken: Geh zum Hausarzt und lass deinen Vitamin D-Spiegel (25-OH-Vitamin D) messen. Werte über 30 ng/ml gelten allgemein als ausreichend. Ein Wert von um die 40 ng/ml dürfte m.E. für Ausdauersportler im Energiedefizit besser sein. Viele Menschen haben im Winter Werte unter 20 ng/ml – das erklärt die Infektanfälligkeit besser als das Kaloriendefizit. Bei nachgewiesenem Mangel kann eine höhere Dosierung (bis 10.000 IE täglich für einige Wochen) sinnvoll sein. Eine solche jedoch Dosierung sollte ausschließlich ärztlich begleitet und laborkontrolliert erfolgen.
Darmgesundheit optimieren: 70-80% der Immunzellen sitzen im Darm. Die Akazienfasern in unserem Gewürzquark unterstützen bereits die Darmflora. Optional kannst du ein hochwertiges Probiotikum ergänzen (mindestens 10 Milliarden KBE, verschiedene Stämme).
Stress reduzieren: Chronischer Stress ist immunsuppressiv. Wenn Arbeit, Familie und das Programm zusammen zu viel werden: Lieber das Defizit reduzieren als den Stresslevel hochhalten. Phase 2 und 3 bieten noch genug Gelegenheit für weitere Fortschritte.
Adaptionszeit verlängern: Statt 4 Wochen Phase 1 kannst du auch 6 Wochen machen, dafür mit einem niedrigeren Defizit von 500-600 kcal. Das Gesamtdefizit bleibt ähnlich, die Belastung ist aber sanfter verteilt.
Erkältung und Gewichtsverlust – was passiert wirklich?
Eine Frage, die häufig kommt: „Ich war krank, habe weniger gegessen und trotzdem nicht abgenommen. Wie kann das sein?“
Während einer Erkältung passieren mehrere Dinge gleichzeitig:
Wassereinlagerungen: Entzündungsprozesse führen zu Flüssigkeitsretention. Dein Körper speichert Wasser, um die Immunreaktion zu unterstützen. Das maskiert Fettverlust auf der Waage.
Reduzierte Aktivität: Du bewegst dich weniger, dein Grundumsatz sinkt leicht. Gleichzeitig isst du vielleicht tatsächlich weniger, aber der Unterschied gleicht sich aus.
Metabolische Anpassung: Der Körper fährt im Krankheitsmodus nicht-essentielle Prozesse herunter. Dazu gehört auch die Thermogenese.
Was du wissen musst: Der Fettverlust läuft weiter, solange du im Defizit bleibst. Die Waage zeigt es nur nicht sofort wegen der Wassereinlagerungen. 3-5 Tage nach vollständiger Genesung normalisiert sich das Gewicht wieder, und du siehst den echten Fortschritt.
Panik ist unbegründet. Fokussiere dich auf Genesung, nicht auf tägliche Wiegeresultate.
Du musst verstehen
Die Erkältungen kommen nicht vom Programm, sondern vom Timing (Virensaison) und der Adaptionsphase. Mit intelligenter Prävention und sofortigem Gegensteuern bei ersten Anzeichen bleibst du auf Kurs. Und selbst wenn es dich erwischt: 7 Tage Pause sind besser als 3 Wochen Totalausfall.
Dein Ziel ist nicht, sagenhafte Werte in Phase 1 der Claude-Methode zu erreichen. Dein Ziel ist, am Ende des Jahres deutlich schlanker und leistungsfähiger zu sein als zu Beginn. Dafür sind Gesundheit und Konsistenz wichtiger als Heldentum.
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