Produkt-Test KICKR Core 2
Nach sieben Jahren bekommt Wahoos Bestseller-Trainer endlich ein Update – und was für eines! Der neue KICKR CORE 2* kratzt, was die Funktionalitäten betrifft, an der Oberklasse im Smartrainer-Segment. Ist er die neue Referenz Mittelklasse? Für €549,99* bekommst du Features, die früher den >1.000€ Trainern vorbehalten waren. Drei Wochen Test bei CyclingClaude zeigen: Der KICKR CORE 2 ist der Sweet Spot zwischen Preis und Leistung.
Dieser Artikel ist dir zu lang zum Lesen? Kein Problem! Auf YouTube habe ich dir die wichtigen Informationen zum Core 2 zusammen gefasst ->.
Falls du beim Lesen unten angekommen bist, findest du das mein Video auch dort. Danke, dass du hier bist.
Das Wichtigste zum Wahoo Core 2 in Kürze
Preis: €549* (mit 11-Gang Kassette oder Zwift Cog v2 + Click v2)
Power: 1800 Watt (wer von uns Luschen braucht mehr?)
Genauigkeit: ±2% (völlig ausreichend für Normalsterbliche)
Steigungen: -10% bis +20%
Das Killer-Feature: WiFi-Konnektivität eliminiert Bluetooth-Chaos
Bottom Line: Wahoo demokratisiert Oberklasse-Features. Der Core 2* bietet 90% der Funktionen eines KICKR v6 – fast für den halben Preises.
Der Transparenz halber sei erwähnt, das Teststellungen wie diese kostenlos erfolgen, aber an keinerlei Bedingungen geknüpft sind. Die redaktionelle Freiheit ist nicht berührt. So läuft es in der Regel bei allen Online- und Printmagazinen, wo entsprechende Tests im redaktionellen Teil des Magazins veröffentlicht werden und – korrekter Weise – nicht als WERBUNG gekennzeichnet sind. CyclingClaude handhabt dies in gleicher Weise.
Die 7-Jahre-Evolution: Von Basic zu Top
Der originale KICKR Core von 2018 war das Minimum, was man für vernünftiges Zwift-Training brauchte und war immer meine Empfehlung für Leute, die ernsthaft indoor trainieren wollten. Bei den Funktionen ist der neue Wahoo Core 2* ist ein komplett anderes Tier mit Funktionen aus der Oberklasse!
Hinweis: Affiliate-Links in meinen Artikeln sind mit einem * gekennzeichnet.
Dir hat mein Artikel gefallen und/oder geholfen? Teile meinen Artikel auf Social Media, bspw. auf Facebook, oder im Freundeskreis.
Das verschafft Reichweite Sharing is caring. Vielen Dank dafür.
Außerdem freue ich mich über die Verwendung eines meiner Affiliate-Links. Beim Kauf erhalte ich eine kleine Provision, die mein Hobby-Projekt „CyclingClaude“ finanziell unterstützt. Die Kosten des Blogs und der Gesamtaufwand sind sonst nur schwer zu stemmen. Danke dafür.
Meine Affiliate Partner (mit Link): Alltricks, Amazon, Bergzeit, Bike Components, Bob Shop, Boc24, Decathlon, Helden.de, Hiplok, Rapha, Rose Bikes, Urban Zweirad,
Hinweis: Affiliate-Links in meinen Artikeln sind mit einem * gekennzeichnet.
WiFi statt Ant+ und Bluetooth-Hölle
Schluss mit den Verbindungsproblemen! Wer kennt das nicht: Ant+ -Verbindung bricht ab, Trainer reagiert nicht, App findet über Bluetooth das Gerät nicht…
Der Wahoo Core 2* macht Schluss damit. WiFi ist stabiler, schneller und ermöglicht automatische Updates. Kein manuelles Firmware-Gefummel mehr.
Selbstkalibrierung – Zero Hassle Training
Vergiss das Warmfahren-Ritual! Der KICKR Core 2* kalibriert sich kontinuierlich selbst im Hintergrund. Einschalten, aufsteigen, fahren – fertig. Immer optimale Genauigkeit ohne dass du etwas tun musst.
Easy Ramp Up – Der versteckte Star
Das wird in der Pressemitteilung kaum erwähnt, ist aber Gold wert. Leute, die bevorzugt Intervalle fahren, lieben es.
Stell dir vor du ballerst ein Intervalltraining und netflixt parallel. Weil die Szene gerade so spannend ist, merkst Du nicht, dass der Trainer auf 400 Watt springt und scheiterst am Widerstand. Aus dem Stand die 400 Watt drücken, um wieder ins Intervall zu kommen? Geht, klar. Das Wiederanfahren ist aber die Hölle, weil du sofort wieder gegen die volle „Steigung“ankämpfen musst.
Der Core 2 löst das elegant: Statt dich sofort wieder mit der vollen geforderten Wattzahl zu konfrontieren, startet er sanft und baut den Widerstand langsam wieder auf. So bleibst du im Tritt und kannst dich wieder ins Intervall einarbeiten.
KICKR Bridge – Dein Sensor-Hub
Der Trainer wird zum zentralen Sensor-Gateway. Herzfrequenzmesser-Daten werden direkt über den Core 2 an Apps weitergeleitet. Weniger Bluetooth-Kanäle belegt, weniger Geräte-Chaos, einfacheres Setup.
KICKR Race Mode – Ultraschnelle Reaktion
War früher nur bei den teuren KICKR-Modellen verfügbar. Dank WiFi bekommt ihn jetzt auch der KICKR Core 2. Sprints in Zwift fühlen sich realistischer an, Intervalltraining reagiert sofort auf Leistungsänderungen.
Zwift Cog v2 + Click v2
Mein Wahoo Core 2 Testgerät kam mit dem neuen Zwift Cog v2 statt 11fach-Kassette und Click v2 Controllern.
Nach drei Wochen Benutzung kann ich sagen: Diese Kombi ist top und zieht dich nicht ins Zwift-Universum.


Hier mein Artikel zu den beiden Hardwarekomponenten ->.
Weiteres hier später im Text.
Setup Wahoo KICKR Core 2
Idiotensicher in 5 Minuten


Zwei Standschienen, vier Schrauben – fertig. Farbmarkierungen und Richtungspfeile an den Kontaktstellen zwischen Standschienen und den beiden Core-Beinen zeigen, wo was hingehört. Selbst mit zwei linken Händen hast du den Trainer binnen 5 Minuten aufgebaut. Die Wahoo App findet ihn sofort über WiFi, Update läuft automatisch. Das ist Setup, wie es sein sollte: langweilig, weil es einfach funktioniert.
Nun noch schnell die richtigen Adapter für Deinen Achsentyp aufgesteckt… Rad auf den Trainer… Los geht’s.


Wahoo unterstützt den Aufbau übrigens auch mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung in der Wahoo-App – für die, die auf Nummer sicher gehen wollen.
Der Luisa-Test: Ist der Wahoo Core 2 Wohnzimmer-tauglich?
Mit dem KICKR Core 2 kann ich mitten im Wohnzimmer trainieren, ohne dass meine Frau Luisa die TV-Lautstärke anheben muss. Moderne Smarttrainer, nicht nur der Core 2 haben bei der Laufruhe einen enormen Sprung gemacht – egal ob Wahoo KICKR, Elite, Tacx/Garmin oder andere Oberklasse-Trainer, alle sind heute whisper-quiet. Der KICKR Core 2 reiht sich hier nahtlos ein.


Der echte Game-Changer ist aber das virtuelle Schalten bei Zwift, Rouvy, ICTrainer, … Das macht jeden Trainer nochmal leiser. Keine mechanischen Schaltgeräusche, kein Kettenschleifen zwischen Ritzeln, keine Umwerfer-Geräusche.
Genauigkeit: 2% sind völlig ausreichend
Der Wahoo Core 2 bleibt bei 2% Genauigkeit. Mein Dura Ace 2-seitiges Power Meter am Canyon Endurace CFR bestätigt, soweit ich das mit meinen Augen in Echtzeit beobachten konnte: Die Trainer-Werte sind verlässlich. Will man auf 1% upgraden (KICKR v6, Elite Direto XR, Tacx NEO), zahlt man überall deutlich mehr. Und mal ehrlich – wer merkt den Unterschied zwischen 300W und 303W? Nur bei UCI-Indoor-Rennen sind 1%-Trainer vorgeschrieben. Aber wer von uns fährt da schon mit?
Cog v2 vs. 11-Gang Kassette: Deine Wahl
Der KICKR Core 2 wird wahlweise mit traditioneller 11-Gang Kassette oder dem revolutionären Zwift Cog v2 System ausgeliefert. Beide Varianten kosten €549,99.
Warum Cog v2 top ist
Das Multi-Bike-Problem lösen: Rennrad mit 11-Gang Ultegra, Gravelbike mit 12-Gang GRX, Winterbike mit 10-Gang 105? Früher bedeutete das Kassette wechseln oder mehrere Trainer. Der Cog v2 macht Schluss damit – ein universeller Single-Speed-Adapter für alle Bikes.
App-Vielseitigkeit: Funktioniert nicht nur mit Zwift, sondern auch TrainerRoad, Rouvy, ICtrainer, Wahoo SYSTM und allen anderen ERG-Mode Apps.
Perfekte Kettenlinie: Immer optimale Position, kein Schräglauf, weniger Verschleiß, komplett lautloses virtuelles Schalten on top, entweder in-App oder Click-2-unterstützt.
Traditionelle Kassette für Puristen
Wer lieber 11 „echte“ Gänge schalten will oder spezifische Übersetzungen braucht, ist mit der 11-Gang Kassette gut bedient.
Wer, wie ich, eine Shimano 12fach nutzt, braucht eh eine andere Kassette. Dann kauft man Core 2 mit Cog und tauscht den Cog ggf. gegen eine Kassette. Aber warum eigentlich? Dann doch besser mit Cog. Für Menschen, die einen XDR/XD- oder Campa-Freilauf brauchen, stellt sich m.E. die Frage erst gar nicht.
Was denkst du: Cog v2 für maximale Flexibilität oder traditionelle Kassette? Schreib’s in die Kommentare!
Core 2 vs. KICKR v6: Wo ist der €€€-Unterschied?

Der KICKR v6 kostet über €999,99. Was bekommst du für den Aufpreis?
Identisch:
- WiFi/WLAN
- Race Mode
- Selbstkalibrierung
- KICKR Bridge
- Easy Ramp Up
- Moderne Laufruhe
KICKR v6 Vorteile:
- 2.200 statt 1.800 Watt max.
- 1% statt 2% Genauigkeit
- -15% statt -10% minimale Steigung
- Flext seitlich etwas besser dank KICKR AXIS Dämpfern ab Werk
- Transportgriff
- Höhenanpassung an verschiedene Laufradgrößen wie 28“, 27,5“…
- Weniger Platzbedarf bei Lagerung durch bessere Faltung
Fazit: Von der Hardware einmal abgesehen hat der Core 2 fast alle Features des €999 teuren KICKR v6 – nur die 1% Genauigkeit bleibt dem großen Bruder vorbehalten. Für mich ist das kein Deal-Breaker.
Weitere Details:
Klappbare Beine: Der Core 2 ist an den Beinen (nicht Standschienen) klappbar für Platzeinsparung beim Verstauen. Das ist ein Plus, auch wenn es der große KICKR besser kann.
KICKR Climb kompatibel: Der Core 2 kann mit dem KICKR Climb für realistische Bergauffahrten kombiniert werden (UVP €699,99).
Die ehrlichen Nachteile:
1) Kein Transportgriff
Der KICKR v6 hat einen Griff, ist aber auch deutlich schwerer. Trade-off ist fair.
2) Keine Höhenverstellung
Ausgelegt auf 28-Zoll-Räder. Mit einem Gravelrad (28″ + 40mm Reifen) sitzt du leicht „bergauf“, mit kleinen Rennrädern (27,5″ + 30mm) leicht „bergab“. Spürbar? Nein. Lösung? Ein altes Radsport-Magazin unters Vorderrad.
3) Statischer Trainer
Keine Vor-/Rückwärts- oder Seitbewegung wie beim KICKR Move (€1.299,99), keine Axis-Dämpfer-Füße wie beim KICKR v6. Aber seien wir ehrlich: Für normale 1-2h Trainings ist der statische Core 2 völlig ausreichend – und spart ne Menge Kohle.
Zubehör: Headwind und/oder Climb?
Der Core 2 ist KICKR Climb-kompatibel für realistische Bergauffahrten (UVP €699,99).
Hast du die Kohle? Dann nimm den Climb!
Alle anderen: Spart euch das Geld und investiert lieber in einen Wahoo Headwind (UVP €279,99). Der Headwind-Ventilator kann u.a. per Herzfrequenz gesteuert werden – das ist praktischer als jede Neigungssimulation. Du wirst es lieben! – nicht nur beim Intervalltraining, auch auf MyWhoosh, Zwift…
Die Rechnung:
- Climb: €699,99 für nette Steigungseffekte
- Headwind: €279,99 für willkommene Kühlung
- Priorität: Schweiß bekämpfen > Berge simulieren!
Test-Fazit: Viele Oberklasse-Features demokratisiert
Der KICKR Core 2 ist kein aufgebohrter Einsteiger-Trainer, sondern ein echtes Oberklasse-Downgrade zum fairen Preis. WiFi-Konnektivität, Selbstkalibrierung, Easy Ramp Up, KICKR Bridge und Race Mode waren früher den €1.000+ Modellen vorbehalten. Jetzt bekommst du sie für €549,99.
Deshalb gibt es meine Empfehlung.




Für wen ist der Core 2 perfekt?
- Ambitionierte Hobbyfahrer, die keine Kompromisse wollen
- Multi-Bike-Besitzer (besonders wegen des Cog v2)
- Alle, die genug von Ant+ und Bluetooth-Problemen haben
- Indoor-Training-Enthusiasten mit Budget-Bewusstsein
Wer sollte mehr investieren?
- UCI-Rennen-Aspiranten (brauchen 1% Genauigkeit)
- Ultra-Long-Session-Fahrer (4h+, dann lohnt sich der Wahoo KICKR Move)
- Transportbedarf (dann KICKR v6 oder KICKR Move mit Griff)
Bewertung: 8,0/10
- Preis-Leistung: 9/10
- Features: 8/10
- Aufbau: 10/10
- Laufruhe: 9/10
- Technisches Leistungsvermögen: 7/10
- Software-Integration: 10/10
- Verstellbarkeit der Hardware: 4/10
- Realistisches Fahrgefühl: 7/10
Was denkst du: Ist der Core 2 für dein Setup interessant? Cog v2 oder traditionelle Kassette? Und Headwind oder Climb – wo siehst du die Priorität? Lass es mich in den Kommentaren wissen!
Zu guter Letzt: Den Core 1 (hier mein Testbericht) gibt es bei Wahoo im Abverkauf gerade für €399,99.



Entdecke mehr von CyclingClaude
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.










