Und da ist er wieder – der erste September-Regen! Während draußen die Tropfen gegen die Scheibe prasseln, schaue ich sehnsüchtig zu meinem verstaubten Smarttrainer hinüber. Zeit für das alljährliche Ritual: Trainer entstauben, Software updaten, Rennrad drauf… Moment! Fehlt nicht noch was? Ach ja, der treue Wahoo Headwind ist noch im Kellerversteck – natürlich ganz hinten irgendwo. Jetzt kann die Indoor-Saison beginnen!
Die große Preisfrage: Zwift oder nicht Zwift?
Aber bevor die ersten Wattzahlen über den Bildschirm flimmern, steht die wichtigste Entscheidung des Winters an: Welche Trainingsapp soll es diesmal sein?
Zwift hat mich seit letztem Jahr wieder in seinen Bann gezogen. Nach einer längeren Abstinenz muss ich zugeben: Die Japan-Strecken haben es mir besonders angetan – vielleicht auch, weil wir vor kurzem in Tokio waren und die virtuellen Straßen plötzlich real erschienen. Die Community ist riesig, Events gibt es rund um die Uhr, und die Grafik wird stetig besser. Aber seien wir ehrlich: Der Preis schmerzt.
Die Alternativen
MyWhoosh steht schon seit drei Jahren auf meiner „nochmal testen“-Liste. Damals war ich enttäuscht – zu wenig Nutzer, zu wenig Content. Aber ich höre immer wieder, dass sich viel getan hat. Wer von euch nutzt MyWhoosh aktuell? Lohnt sich ein neuer Blick? Wie schaut es mit „virtuellem Schalten“ aus? Unterstützt MyWhoosh Zwift Cog und Zwift Click?
Dann wäre da IndieVelo, das mittlerweile zu TrainingPeaks gehört und TraningPeaks Virtual heißt. Vor der Übernahme fand ich die App durchaus interessant, aber es waren hauptsächlich Bots unterwegs. Hat sich das mit der TrainingPeaks-Integration geändert? Mehr echte Fahrer?
Rouvy hat seine Identität komplett gewandelt. Weg von den reinen Landschaftsvideos, hin zu einem Hybrid aus echten Videos und virtuellen Elementen. Für mich wirkt das eigenartig und irgendwie unrealistischer als Zwifts komplett virtuelle Welten. Aber vielleicht bin ich da zu konservativ? Dafür Unterstützt Rouvy Zwift Cog und Click vollumfänglich, wie ich gelesen habe. Das ist top.
Und was ist eigentlich mit Kinomap und B-Kool? Hört man kaum noch was von – zu Unrecht?
Mein Geheimtipp: ICtrainer.de
Mein persönlicher Preis-Leistungsfavorit bleibt ICtrainer.de. Eine echte Trainingsplattform mit durchdachten Trainingsplänen, kombiniert mit Videos gegen die Langeweile. Das Beste: Auch bei den ICtrainer-Videos fährt man nicht im starren ERG-Modus, sondern kann das Tempo selbst bestimmen.
Besonders spannend: Auf der Eurobike habe ich verstanden, dass man sogar mit Zwift-Click schalten kann. Plattform-übergreifendes virtuelles Schalten wäre ein Game-Changer! Muss ich definitiv testen.
An die Community: Wie sieht’s bei euch aus?
Jetzt bin ich neugierig auf eure Erfahrungen:
- Habt ihr euren Trainer schon wieder aufgebaut? Oder gehört ihr zu den Glücklichen mit einer ganzjährigen Pain Cave? (Ich zwischenzeitlich leider nicht.)
- Welche App ist euer Winterfavorit? Und warum?
- Ganzjahresabo oder monatlich kündigen? Was macht bei eurem Fahrverhalten mehr Sinn?
- MyWoosh-Nutzer gesucht! Kann die App mittlerweile was?
Der Herbst wird zeigen, wer das Rennen um mein Indoor-Training macht. Eines ist sicher: Der Headwind wird wieder seinen Dienst tun, und die Watt-Zahlen werden hoffentlich stimmen.
Lasst gerne in den Kommentaren hören, wie ihr euch für die Indoor-Saison rüstet!
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Moin, da Zwift Bike bleibt mir nur Zwift (oder Rouvy, das kann wohl Zwift cog). Lohnt sich m.E. trotzdem, da das Zwift Bike unschlagbar günstig ist, top funktioniert und wenn man es mit einem Kickr Bike Shift vergleicht kannst ganz schön lange Zwift abonnieren. So lange muss das Kickr Bike erstmal halten + Trainer und Bike sind getrennt, wenn eins kaputt geht oder ein Upgrade will musst nur eins tauschen.
Eigentlich habe ich TrainingPeaks Virtual, da ich sowieso TP Premium habe (oder brauche), was mir hier gefällt, man muss nicht zwangsweise in der virtuellen Welt fahren sondern kann wie bei Trainer Road sich einfach die Trainingsübersicht anzeigen. Eigentlich will ich nur hart reintreten bis zum Schlaganfall und ordentlich strukturiert trainieren, die ganze Gamification interessiert mich 0,0. auf MyWhosh sollte deutlich mehr los sein, ich kenne so viele die damit trainieren, aber auch nur weil kostenfrei. Es gilt auch immer der Grundsatz, Lupine an und raus 🙂
Moin Alex,
das KICKR Bike Shift ist im SIM-Modus mit allen Plattformen kompatibel (was ein kleiner Vorteil ist), beim Zwift Ride bist du aber auch nicht an Zwift alleine gebunden. Rouvy unterstützt den SIM-Modus mittlerweile und genauso die hier schon genannte icTrainer-App.
Ansonsten kannst du beim KICKR Bike Shift noch die Kurbellänge frei einstellen, dafür gibt es für das Zwift Ride mittlerweile aber auch eine Upgrade-Kurbel mit der dies auch geht, also ist auch dies kein riesen Unterschied mehr.
Beim großen KICKR Bike hast du noch die Neigungssimulation und beim Tacx Neo Bike Pro hast du tolle Ventilatoren mit an Board. Aber auch hier beides nur für einen extremen Aufpreis.
Wo sich alle Bikes gleichen ist, dass sie keine seitliche (oder auch wie beim 3M bzw. KICKR Move multidirektionale) Beweglichkeit/Flexibiltät mitbringen. Man sitzt also sehr fest auf dem Bike. Wer das möchte, braucht weiterhin die Kombination klassischer Direktantriebsrollen-Trainer der Highend-Klasse plus Fahrrad.
Und wenn du nur hart reintreten willst und strukturiert trainieren möchtest, bin ich mir ziemlich sicher, dass icTrainer dich überzeugen kann.
Moin Philipp, Danke 🙂 fürs Zwift Ride gibts zumindest nach der Google Suche schon die ersten Rocker Plates 🙂 Ich werde mir dann wohl mal den Gratismonat für IC Trainer testen
EDIT: Wenn IC Trainer wirklich die Zwift Hardware unterstütztz… no brainer!!
Egal ob Zwift Click, Play oder Ride, icTrainer unterstützt alle Geräte für das virtuelle Schalten und bringt mit dem Cycplus BC2 sogar eine günstige Alternative an den Start und wenn du eine Shimano Di2-Schaltung mit Buttons hast, kannst du direkt auf diesen schalten.